Chicaco (Illinois) – Champaign (Illinois)
Heute startet der eigentliche Roadtrip. Am Morgen früh holen wir das Auto bei Budget Car ab. Die Menschen da waren freundlich und sehr herzlich. Vor der Fahrt durch die Stadt hatten wir erst etwas Respekt, aber das klappte dann erstaunlich gut. Die Strassen sind breit und die anderen Autos fahren vorsichtiger als wir erwartet hätten. Auch gibt es hier in Chicago kaum agressive Fahrer die Hupen wenn du zu langsam oder unsicher fährst.
Unser erstes Ziel ist der Indiana Dunes National Park. Im Information Center des Parks waren die Ranger und Mitarbeiter extrem hilfsbereit und freundlich. Ich muss sagen, bisher haben wir hier absolute Herzlichkeit erfahren. Es wurde uns genau erklärt wo wir parken sollen und welche Tour für uns passend wäre. Ein Spaziergang über die Dünen war das Ziel. Dies gestaltete sich mit meinem zur Zeit noch eingeschränkten Fuss allerdings etwas schwierig. Wir begrenzten uns darauf dem Fussweg zu folgen und die Dünen sowie den Strand zu bestaunen. Kaum zu glauben, dass diese Sand Massen und Hügel vom See und dem Wind erstellt wurden. Die Naturgewalten sind unglaublich. Dank dem Sand ist hier eine kleine Bade Oase und das merkt man auch an den strömenden Scharen der Besucher die mit dem kompletten Strand Equipment anreisen.
Unser nächster Stop ist in Champaign. Das ist eine kleine Ortschaft im Nirgendwo. Wir sehen viele kleine Quartiere mit den typischen Häusern, Strassen und Bäumen wie wir sie aus jedem amerikanischen Film kennen. Was mir speziell auffällt, ist die falsche Meinung die ich bislang von den „typischen Quartieren“ hatte. In meinem Kopf war jedes Haus zweistöckig, hat eine Terasse und mindestens ein Erkerfenster. Tatsächlich scheinen das aber eher die gut betuchten Quartiere zu sein. Standard ist eher ein einstöckiges längliches Haus aus Holz. Wir würden es definitiv als zu klein betrachten. Cool ist dafür, dass in der Regel genug Land dazu gehört, dass das Haus einfach erweitert werden kann wenn das finanziell möglich ist. Da die Häuser aus Holz sind, ist ein Anbau oder Umbau einfacher möglich und wird soweit wir wissen oft auch von den Besitzern selber gemacht.
Wir checken ein im Radison Country Inn, Champaign. Das Hotel sieht von aussen super aus. Lustig finden wir den Vegas Ansatz bei der Fassaden Gestaltung. Betrachtet man die Fensterläden näher, sieht man beispielsweise, dass diese aufgeklebt sind und viel zu klein um wirklich genutzt zu werden. Auch das Gitter unter den Fenstern dient nur dazu die Klima Analage zu verstecken. Aber es sieht süss aus. Die Angestellten sind sehr herzlich, man fühlt sich direkt bei der Oma zuhause willkommen. Die Zimmer sind nichts aussergewöhnliches, aber sauber, aufgeräumt und angenehm gross.
Ein Kleiner Abstecher zur Universität sollte uns etwas Kultur und Kunst näher bringen. Leider haben wir nicht bedacht, dass die Uni am Sonntag gar nicht geöffnet ist. Naja, die Uni Gebäude waren auch sehenswert und wir waren sowieso langsam wieder hungrig.
Zum Abendessen geht es in das Black Dog Smoke & Ale House. Das ist Absolut empfehlenswert! Das Fleisch ist grandios gemacht und sie haben eine tolle Auswahl an Bier. Ich empfehle jedoch nicht zu spät am Abend zu gehen, denn das Restaurant hat von jedem Menü nur so viel wie es eben hat. Man hört laufend wie sich die Angestellten zurufen was gerade aus gegangen ist, und dann wird bei einem gut sichtbaren Board ein Schild des Menüs von Available zu sold verschoben. Wir fanden das ein super System. Foodwaist wird auf ein Minimum reduziert und für die Gäste ist es einfach ein Grund etwas anderes zu versuchen. Es ist sowieso alles lecker. Und wer weiss, vielleicht kommt man mal wieder.
Zurück im Hotel haben wir super geschlafen. Etwas enttäuscht war ich davon, dass es beim Frühstück nur Einweg-Geschirr gab. Das ist nicht sehr Umwelt freundlich, wirkt alles andere als hochwertig und widerspricht völlig dem „Omas-Zuhause“-Feeling. Trotzdem, es gab genügend zur Auswahl, wir haben uns zur Abwechslung nicht überfressen und würden das Hotel weiter empfehlen.